März 2021                     www.hermann-mensing.de      

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Mo 1.03.21 12:15 / Krise Tag 356 / grau

Big News: Herr M. hat gerade für den 16.03 und 11.04 zwei Impftermine gebucht.

20:28

Den zum Impftermin vorzulegenden Impfpass vermutete ich in meiner gelben Kassette, deren Schlüssel bei den Renovierungsarbeiten verlorengegangen war. Ich musste die Kassette aufbrechen. Der Impass fand sich. Er hat nur einen Eintrag von 1991, zwei Tetanus Impfungen. Man wird mir den "guten Stoff" der Firma Bion Tech spritzen, das freut mich, ist mir aber letztlich egal. Trotzdem gefällt mir die Perspektive. Nach dem 11.04. werde ich geschützt sein.


Di 2.03.21 11:03 / Krise Tag 357 / sonnig

Als ich zur Garage ging, traf ich hinterm Haus auf zwei junge Mädchen. Zahnspangenträgerinnen, hautenge Hosen, bauchfreie Pullis, lange Haare, Mittelscheitel. Sie tanzten vor der Kamera ihres Smartphones, das auf der Fensterbank der Zahnarztpraxis stand. Sie kicherten, als sie mich sahen, ließen sich aber nicht stören. Das könnt ihr noch besser, sagte ich und wünschte ihnen viel Spaß. Sie mir auch. Sicher haben sie das Video hochgeladen, aber wo?


Fr 5.03.21 11:29 / Krise Tag 358 / sonnig

Das Finanzamt hat angerufen. Ich habe alles falsch gemacht, aber meine Sachbearbeiterin hat mich beruhigt. Ich hätte ja noch Zeit bis August, außerdem sei das, was ich zu versteuern habe, Pillepalle, ich solle mir keine Sorgen machen, das kriegte ich schon hin, bei Fragen könne ich sie jederzeit anrufen. Das ist mal was Schönes. Ansonsten: wer nicht bei drei auf den Bäumen ist, darf sich mit zwei anderen Personen treffen, aber nur draußen unter der Sonnenschirmen von FFP2 Qualität. Bei RKI Werten von unter 50 darf er neben die Armbeuge husten, aber mit dem Bus nicht mehr als drei Stationen fahren. Den Matjes, den er sich auf dem Markt kauft, muss er fünfzig Meter entfernt oder im Gehen essen, weil sonst die Aerosole zielgerichtet herumfliegen, und das will man nicht.


16:00

Die Leggins, glänzend und schwarz, wird seit Jahren gern getragen. Wenn man zwischen 12 und 16 ist, mag das angehen, aber eben nicht für alle, und offenbar haben gerade diese jungen Frauen keine Freundinnen, die sie beraten, denn sonst hätte die Mittzwanzigerin mit kräftigen Beinen und dickem Po einem Textil, das Cellulite so gut abbildet, sicher eine Absage erteilt.


Sa. 6.03.21 19:25 / Krise Tag 359 / sonnig

ich grüße alle,
die mir heute gratulierten
vom sessel furze ich
bis belo horizonte und zurück
die pandemie
die wut auf unsere unvernunft
und ungeduld
verwandle ich dabei in glück
mein ton ist kräftig, sehr gesund
ich bin jetzt 72 und ich laufe rund

danke.


Mo 8.03.21 12:35 / Krise Tag 360 / bewölkt

Am 1. März erreichte mich über Whatsapp die Nachricht, auf www.impfterminservice.de könne man Termine für 70jährige buchen, das sei noch geheim, man müsse die Anfangsfrage mit Nein und die Liste der Anspruchsberechtigungen unbedingt mit Ja beantworten. Die Nachricht kam von einer Kollegin, die ich schätze. Zehn Minuten später hatte ich Termine für beide Impfungen und am Abend Gewissensbisse. Sind wir nicht Impfvordrängler? fragte ich die Kollegin.
Ja, sagte sie, sorry, sie habe das ungefragt übernommen, und ihre Termine storniert. Das tat ich auch. Schweren Herzens, denn als sie bestätigt waren, war mir wohler. Endlich, dachte ich. Jetzt heißt es wieder warten und die Langsamkeit der deutschen Bürokratie ertragen. Anfangs waren wir Weltmeister bei allem, vorletzter Platz bei den Infektionen, den Inzidenzen, Letal- und Mortalität, und dann auch noch beim Impfstoff. Mittlerweile können die anderen alles besser. Auch das glaube ich nicht. Ich glaube, dass ein Bankkaufmann, der Abgeordneter wird, währenddessen an der Fernuni Hagen seinen Master in Politikwissenschaften macht, und jetzt Minister für Gesundheit ist, nicht weiß, wie man so ein gigantisches logistisches Projekt managt, er hat es ja nicht gelernt. Er ist ja auch nur ein Mensch.


15:12

Erst haben wir im Garten ein wenig Fußball gespielt, die Enkel, meine Söhne und ich. Mein Ältester beachtet die Corona-Regeln genau. Da kollidieren wir manchmal, denn Familie ist für mich etwas, das ich umarmen will. Meine Freundin hat uns Geburtstagskuchen gebracht, dann sind wir zu Lütke Brintrups großem Feld gefahren, wo der Älteste seine Drohne steigen ließ, ein ärgerlich summendes, unsympathisches, aber faszinierendes kleines Gerät. Es kann sich mehrere Kilometer entfernen, und kehrt durch einen Klick per Autopilot zum Startpunk zurück, falls der Pilot den Überblick verliert, was leicht passieren kann, denn von oben sieht alles anders aus. Wenn ich mir vorstellen soll, dass noch zu meinen Lebzeiten Pakete mit Drohnen zugestellt werden, weiß ich nicht, was mir lieber ist, ich glaube, die Fahrer der privaten Zustelldienste. Die lieben scharf gefahrene Kurven, Reifenquietschen, hören laut Musik, halten mit der einen Hand den Coffee-to-go-Becher und mit der anderen das Smartphone. Das sind Männer. Drohnen sind keine Männer. Durch Weglassen eines Konsonanten enttarnt man sie. Am 13.03 ist Krise Tag 365. Ich habe mich unterwegs mehrfach verzählt, und hänge immer noch mit drei Tagen hinterher. Die addiere ich jetzt, dann geht die Rechnung auf.

16:00

Ich klammere mich an jeden Satz.
Ich nehm mir jeden Gegensatz zur Brust.
Ich bin zuversichtlich.
Ich weiß, dass es aussichtslos ist.

 

Di 9.03.21 18:10 / Krise Tag 361 / grau, regnerisch

An so einem Tag will man nicht ins Loch. Auch, wenn es unter Kiefern frisch ausgehoben wartet, da will man nicht rein. Muss man auch nicht. Man ist gekommen, weil jemand, den man vor zwei Jahren kennen und schätzen gelernt hat, heute dort rein musste. Das erste größere soziale Ereignis der letzten Monate. Da er aus meiner Zunft stammt, war zu erwarten, viele meiner Zukunft, Gitarristen, Schlagzeuger, Sänger, Bassisten und Keyboarder dort zu treffen. Der Ort unter Kiefern liegt weit vor der Stadt, die Emsauen sind nah, und hier liegen schon einige, die Musik gemacht haben und vom Leben etwas anderes erwartet hatten als das, war aus ihren Eltern geworden war. Auf der Beerdigung eines Bassisten von etwa zehn Jahren hatten sich die alten Männer sich entschlossen, wieder zusammen Musik zu machen. Heute wurde auch Musik gemacht. Ein Schnaps trinkender Gitarrist mit umgehängtem Verstärker, zwei Gitarristen mit Akkustikgitarren, ein Trommler. Der junge Priester kam ohne Pathos aus, hielt aber die Lüge vom Jenseits aufrecht. Es gab Tränen. Der Tod ist für die Hinterbliebenen viel schlimmer als für die Verstorbenen. Die Sargträger waren über siebzig, sie müssen eine starke Psyche haben, jeden Tag in so ein Loch zu schauen, gut zu Fuß waren sie auch nicht. Sie mussten also aufpassen, auf den Metallrosten nicht auszurutschen und reinzufallen. Die Trauernden waren dem Sarg und der Musik gefolgt, man grüßte, sprach Sätze, und schließlich riet man einem, einen Entzug zu machen, weil man befürchte, dass er sonst der nächste sein könne. Das alles unter einem tiefen Himmel, doch kurz nach der Grablegung schaute die Sonne für einen Augenblick durch die Wolken.


Mi 10.3.21 11:15 / Krise Tag 362 / bewölkt, Chance auf Sonne, frisch

Der Kommandositz ist eingerichtet, der Schriftsteller M., der den Ball seit Jahrzehnten präzis spielt, will, nachdem er die letzte Woche dreißig Verlage mit Exposés und Leseproben bemustert hat, allesamt Optionen für ein die Nation erschütterndes Tor, heute wieder ins Ungewisse aufbrechen und seinen neuen Roman vorantreiben. Wünschen wir ihm Glück. Er führt das stille Leben des Lockdowns, der bald Vergangenheit sein wird. Was für ein Jahr. Was für ein großartiges Jahr der Wissenschaften, des Fortschritts und der Hoffnung. Wir müssen vor Hoffnung verrückt sein, sagte jemand einmal, aber M. weiß nicht mehr, wer das war. Biermann? Ja, obwohl er den gar nicht mag.


12:51

Die Amselmännchen hacken die Sperlinge weg, wenn sie im Futterhaus sind, die Weibchen nicht.


Do 11.03.21 12:45 / Krise Tag 363 / bewölkt, windig

Frühlingsstürme, Frühlingsstürme, völlig durcheinander.



Sa. 13.03.21 15:00 / Krise Tag 365 / wechselnd wolkig, stürmisch

Mein Krisenjahr ist voll. Jetzt muss Schluss sein.


So 14.03.21 10:50 / Krise Tag 366 / grau

wir leben noch

das jahr hat jeden traum verweht
und hoffnungen vernebelt
das falsche wort weltweit belebt
und jedes glück geknebelt

ich habe seine tage durchgezählt
und seine stunden abgehakt,
mehr als das virus aber quält
die ungeduld und dummheit im sekundentakt


Mo 15.03.21 13:25 / Krise Tag 367 / wechselnd

Wenn ein Tag anbricht, und man sich wünscht, man wäre woanders, weiß man, dass immer noch Krise ist. Gleichzeitig will man nicht woanders sein, das macht die Sache noch komplizierter. Derartige Verwirrung können nur Frauen stiften. Frauen sind Feuer und Nebel. Als Mann muss man ruhig bleiben und schweigen, weil sonst alles gegen einen verwendet wird. Stattdessen schaue man in den Himmel, an dem viel Volk unterwegs ist, überwiegend mausgrau in geplusterten Regenhosen.

Damit die Krise nicht umsonst ist, hat man sie mit dem erneuten Ausfüllen des Elster Formulars bekämpft. Sogar die EÜR Anlage wurde gefunden, und man erinnerte sich, dass man den daraus resultierenden Gewinn/Verlust in die Anlage S eintragen solle, tat, wie geheißen und schickte das Formular in die elektronische Wüste. Dort schwirrt es nun herum. Godot, Becket, der Autor und ich überlegen noch, was mit dem Rest des Tages zu tun sei.

20:51

Letztes Jahr um diese Zeit schlug ich einen Lockdown vor, einen richtigen, nicht einen mit tausend Ausnahmen. Jetzt müsste es wieder einen geben, stattdessen gibt es Verordnungen, aber keine Perspektive. Viele Wissenschaftler forderten damals wie jetzt einen harten Lockdown, keine Bewegung für zwei, vielleicht vier Wochen, wer weiß, es wird furchtbar, aber furchtbarer, als es ist, kann es kaum werden. Und danach? Keiner weiß das. Ruhe bewahren. Ich glaube nicht, dass ich im Mai und Juni als Dorfschreiber in Everswinkel bin. Hätte ich meine Rente nicht, wäre ich am Arsch.


Di 16.03.21 16:55 / Krise Tag 368 / wechselnd bewölkt, frisch


Mit neuem Fernglas zwei Stare, einen Gründfink, Dohlen, Krähen, Meisen und einen Storch beobachtet. Trotzdem betrübt.


Mi 17.03.21 16:21 / Krise Tag 369 / aprilig

Godot, Becket, Frau E. und Herr M. beschlossen, die Freiheit zu feiern und fuhren mit dem Rad in die Stadt. Vor ihnen graue Wolken, die sie bald eingeholt hatten. Unter ihnen hagelte es eine Weile. Am Stadtrand wurde Regen daraus, und als sie die Überwasserkirche erreichen, sind sie froh. Ein trockener, fast 1200 Jahren alter sakraler Raum. Sie hoffen, dort das Mozart Requiem zu hören. Eine akkustische Installation mit 63 in den Seitenschiffen aufgestellten Lautsprechern, einer pro Sänger. Leider fand das nicht statt. Sie hatten die Ankündigung falsch verstanden. Am Samstag wäre das, sagte man ihnen, aber da sei es ausverkauft.

Auf dem Markt aßen sie Reibeplätzchen, tranken Cappuccino, und zählten jedes Mal 50 Meter ab, danach gilt der Verzehr als ungefährlich. Die 50 Meter Kreise der verschiedenen gastronomischen Anbieter überschneiden sich, so dass überall Menschen stehen. Man denkt: was für hanebüchener Unsinn. Und man weiß nicht, wer recht hat und wer nicht. Godot rät, sich in Geduld zu üben. Diese Covid Geschichte ist eine Lehrstunde in Demut. Wer das annimmt, kann profitieren, sagt er.

Die Kunsthalle liegt am Hafen. Godot, Becket, Frau E. und Herr M. als ein Hausstand durften sie gemeinsam betreten. Godot lächelt. Godot ist Kunst und Kunst ist Alltag, und jeder, der das letzte Jahr überlebt hat, ist in einer Kunsthalle besser aufgehoben, als in einer Kirche von Gottesleugnern, die sich nicht schämen, Homosexuellen den Segen zu verweigern.

Becket der Kettenraucher ist nach der ersten Treppe außer Atem. Auch Frau E. würde lieber den Aufzug nehmen, aber der Aufzug kommt nicht. Herr M. ist in guter Verfassung. Er kennt die Treppen und Winkel, die Stahltüren zwischen Stockwerken und weiß, wo die Lichtschalter sind. .

Beim Betreten der Förderpreisausstellung der Freunde der Kunstakademie Münster bleiben sie gleich im ersten Raum vor einem Video hängen hängen. Alles ist cremeweiß, haselnussbraun und grau. Vier oder fünf Frauen in grob gewebten weißen Kleidern sitzen auf einer Bank und auf Fellen am Boden. Sie pflegen ihr Haar. Jemand zerstampft Pfefferminze.

Das Video ist vorbei und sie gehen herum. Alles ist so, wie in dem Video, nur ohne Schauspieler. Herr M. schaut aus dem Fenster. Er könnte es öffnen und springen, aber dazu hat er keine Zeit. Er übt sich in Demut.

An der Wand hängt Malerei. Bunte Pinselstriche eines Anstreicherquast, links, rechts, und von oben nach unten. Nicht weit davon Grafisches. Schwarze Striche in verschiedenen Richtungen, eine Abstraktion arabischer Schrift. Eine mollige Frau in Unterwäsche zieht sich Hochzeitsrock und Hemd an, bindet sich eine Krawatte, stellt den Kragen hoch, schlüpft in einen Frack an mit langer Schleppe und geht aus dem Bild.

Bis auf Frau E. haben die andern genug gesehen. Drei oder vier Arbeiten, danach wird Godot ungehalten, Becket sowieso, er darf nicht rauchen, das macht ihn verrückt. Herr M. hat Zweifel. Das, was jetzt noch zu sehen ist, wird flüchtiger. Die Styroporstelen. In der Zeitung sahen sie billig banal aus. In der Halle nicht mehr so banal, aber auch nicht so klug, wie es im Flyer steht: ... der Künstler erforscht Formatfragen und sucht durch mystische Analogien Schnittstellen zwischen Digitalität und ....

leck mich doch am Arsch, sagt Godot.
Die kleine Skulptur ist gut, sagt Becket. Was ist das?
Sieht aus wie 3-D Druck, sagt M. Der Turmbau zu Babel. Treppen. Stiegen. Balkone. Alles himmelstrebend klein.

Die dritte Welle rollt. Jetzt werden auch die Letzten verrückt. Herr M. wird bald noch einen Antrag stellen. Wenn das so weitergeht, wird er reich. Godot tut, was er immer tut. Er lässt die Leute tun, was sie nicht lassen können. Sie müssen's selbst wissen, sagt er. Frau E. hat sich eine neue Nähmaschine geleistet und wird nähen, was das Zeug hält. Das kann sie gut. Der Tag vergeht und immerhin hat man gefeiert. Ach so, Becket. Ja, Becket wird weiter schreiben und versuchen, Herrn M. zu amüsieren.


Do. 18.03.21 21:25 / Krise Tag 370/ bewölkt, regnerisch

Die Pandemie mit all ihren unsäglichen Einschränkungen hat auch ihr Gutes, denn plötzlich ist Geld da, das ich ausgab, als ich noch in Cafés saß, ins Theater ging, Tango und Salsa tanzte oder mit meiner Freundin beim Griechen aß und abends auf einer Terrasse trank. Das hat sich geleppert, so dass ich mir vorgestern ein Fernglas kaufte, um den Vögeln, die ich seit zwei Jahren füttere, näher zu kommen. Ohne sie zu stören dringe ich in ihre privaten Bereiche ein, sehe, wie sie sich putzen, Kleinstes und Allerkleinstes von Ästen picken, oder die Straße beobachten. Ich füttere Sperlinge, Kohl- und Blaumeisen, Amseln, hin und wieder ein Rotkehlchen, dann und wann kommen Tauben. Die Sperlinge sind sind immer zu viert, fünft oder sechst unterwegs, und sind außerordentlich schön. Keiner gleicht dem anderen. Vor allem die Flügelfedern changieren in verschiedenem Braun und Schwarz.
Heute bin ich spazieren gegangen. Drei oder vier Kohlmeisen umflatterten sich laut rufend, fiel in eine Hecke, wechselten dort schreiend ständig ihre Positionen und stoben wieder heraus. Ein aufgeregter Liebestanz. Einen Kernbeißer konnte ich beobachten, still und konzentriert saß er auf dem äußeren Ast einer Erle und schaute herum. Hoch überm Feld kreisten Bussarde. Der am höchsten fliegende legte die Flügel an und schoß in einem 45 Grad Winkel nach unten. Beute, dachte ich, aber sein Sturzflug galt einem anderen Bussard, der zu vertreiben war. Gleich darauf mischten sich Krähen ein. Ich war eine Stunde unterwegs, habe etwa dreißig Vögel gesehen, sechs verschiedene Arten, viel zu wenig, finde ich.

Do 25.03.21 16:22 / Krise Tag 377 / anfangs sonnig, jetzt bewölkt

War mit dem Fernglas unterwegs und habe Turmfalken beobachtet. Weibchen sind eher rötlich, das wusste ich vorher nicht.


So 28.03.21 18:52 / Krise Tag 380 / bewölkt, windig, trocken

hast du mein herz gesehen
warst du vor ort
als alles fort floss
und dann leer war
ein trostlos großes leeres
und jeder
der noch denken konnte
dachte dran
dass niemand dieses loch
das aus wuhan fiel
das da ist
und das unsichtbar ist
schadlos verlassen kann
der schmerz sitzt tief
ich bündle meine letzten kräfte
erinnere was war und hoffe
dass ihm etwas schönes folgt


Mo 29.03.21 / Krise Tag 381

hast du mein herz gesehen
warst du vor ort
als alles fort floss
und dann leer war
ein trostlos
großes leeres loch
und jeder
der noch denken konnte
dachte dran
dass niemand dieses loch
das aus wuhan fiel
das da ist
und das unsichtbar ist
schadlos verlassen kann
der schmerz sitzt tief
ich bündle meine letzten kräfte
erinnere was war und hoffe
dass ihm etwas schönes folgt