Februar 2024                   www.hermann-mensing.de      

mensing literatur 

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Do 1.02.24 14:10 sonnig

alles ist eingepackt
gecheckt und gegengecheckt
das taxi kommt um halb zwei
der zug fährt um 2:06
der flieger um 7:20
das mietauto wartet
das hotel
grüßt
ich nehme jetzt baldrian
und atme erst auf
wenn ich da bin.


22:53

ob da schon vögel singen
und wie es wohl riecht
und die luft schmeckt
und die berge sich recken
wie viele farben hat das meer
hält es die einsamkeit aus
hat der sturm freunde
tragen die klippen ohrenschützer
halten die tage
was sie versprechen
ist der wein gut
sind die orangen
süß´wie das im paradies
werd ich mich an mein spanisch erinnern
und den kopf nicht verlieren
vor lauter freude


Fr. 2.02.24 Düsseldorf nasskalt

Eincheck mit unfreundlicher Dame und Fuckup mit den Koffern. Wie damals mit Ryan Air musste ich 80 Euro für die Koffer nachzahlen, weil ich Basic gebucht hatte. Basic heißt Handgepäck und das, was man am Körper trägt, alles andere kostet extra. Ich muss mir das merken. Security Check tight. Boarding Time 6:50. Müde, natürlich.

Raucherlounge 5:39


16:00 sonnig

Wir haben uns auf großartigste Weise auf der Ringstraße um Palma verfahren und sind auf auf kleinen und kleinsten Straße durch Wiesen und mittelgebirgige Landschaft dem Tramuntana Gebirge nähergekommen. Kleine Pause in Etablisment. Tatsächlich, eine Wiese mit blühenden Mandeln. Orangenbäume. Eine kleine Bar. Dort wird eingedeckt. Viele Gäste werden erwartet. Fünf Stunden nach Abflug im Winter sitzen wir auf einer Terrasse und trinken Kaffe. Wir würden gern mit einer Paella in den Frühling starten, sind aber zu früh dran. Essen erst ab 13:00.Weiter in die Berge, wo keine Straße länger als 100 Meter geradeaus führt, um sich um die nächste Spitzkehre zu winden. Gipfel und steilste Klippen, an Deia und Valledmossa vorbei. Zicke mit Zicklein sprang über die Straße. Abhänge. Gruselig. Ausblicke auf tief unten gleißende Buchten. In Port de Soller können wir die Zufahrt zum Hotel nicht finden und gehen zu Fuß hin. Die Straßenbahn fährt davor vorbei, worauf ich mich entschloss, zurück nach Soller zu fahren, um auf diese Straße zu gelangen. Gleich nach dem Tunnel saß ich die Straßenbahntrasse, bog gegen den Verkehr ab, und war fünf Minuten später vorm Hotel. Das Parken ist frei. Das Fahren war anstrengend. Ich habe seit 36 Stunden nicht geschlafen. Prächtiges Wetter. Ich bin gar.

Natürlich Orangen. Natürlich Oliven. Zudem Wiesen mit blühenden Mandelbäumen, Wiesen mit gelb blühendem Klee. Natürlich Orangen. Anhalten, aussteigen und mundrauben war wegen der engen Straßen und oft unbefestigen Straßenränder unmöglich. Wir probieren es anderswo. Ich musste höllisch aufpassen, die Enge der Straßen, die Kurven, die überhängenden Felsen, dann noch die Radrennfahrer, einmal im Team mit dahinter fahrenden Teamwagen. Die benahmen sich ein wenig dicke. Hatte lange keinen so begeisternden Veränderungsschock mehr. Unser Hotel ist einfach, hat wilde Tapeten und ebensolche Kunst. Das Sol de Soller ist einfach, solide, geschmackvoll. Es gefällt uns. Mir tropft das Adrenalin auf die Füße.

18:50 Noch nicht dunkel

Sa 3.02.24 7:50 sonnig

Der erste Blick aus dem Fenster.


10:02

mandeln blühen
orangen überall (klauen)
olivenhaine
hibiskus auf der terrasse
baugainvilla
palmen hier und da
die bucht
schwimmen?
den leuchtturm checken
allerliebstes hostel


10:25

Die alte Straßenbahn pendelt zwischen Porte de Soller und Soller, mal mit zwei, gerade mit vier historischen Wagen. Sie ist seit ca. 1910 in Dienst, liebevoll instand gehalten und renoviert fährt sie geruhsam in die Stadt. Das Internet funktioniert, Frühstück ist ausreichend, das Hotel ist liebevoll eingerichtet. Mein letzter Blick aus dem Fenster, gestern kurz nach acht: Stille, das Nachbarhaus gegenüber, die Gärten, die Häuse zum Hang, der Hang, der Steilhang, ein bellender Hund. Heute früh Hahn, Tauben, Raubvogel.

10:45

draußen sitzen
nachbarin / kind
wäsche aufhängen


14:50

Sa Botiga Forn des Port / Edeka.

Mutter, zwei Töchter, die ihren Karton und die große Tüte auf die Kassentheke stellen, sie albern, zuhören, wie die Töchter hin und her diskutieren. Sitzen und warten, bis sie eingekauft hat. Sätze sagen: Ah, wie schön. Diese Diesigkeit! sagen. Ist "diese" ein Pronomen? Ja. Und dahinter ein substantivisches Adjektiv. Dann die weite See, von der Klippe am Maritimen Museum, und die Schiffe, die auf den Fels zufahren und verschwinden. Ob da ein Durchgang ist? (nein). Überall diese silbergrauen Bäume, die sich still recken und Finger überall haben. Sind das Platanen? (ja). Und die fetten Yachten. Die Berge - also do will ich mit dem Rad nicht hoch, das ist was für Profis.

16:07



Pampelmuse geklaut. Was ist eine Pampel?

20:45

Schon im Bett. Die See war kalt. Erst war ich nur bis zum Bauch drin und dachte, nee, besser nicht, dann bin ich reingerutscht und lag drin, kalt und salzig. Ein paar Minuten tat es weh, dann wurde es wundervoll. Von Mittag bis in den späten Nachmittag durchs Dorf mäandert. Schinken, Orangen und eine Zahnbürste gekauft. In der Bar Canzon Kaffee, Tapas und Rotwein. Reges Leben, nachbarschaftlich, man ruft über die Straße, winkt, am Nebentisch vier junge Menschen. Sie trinken Bier, die Stimmung ist gut. In den Gassen wunderschön gearbeitete, individuell an das Haus angepasste Holztüren. Blick auf das weite Meer. Abends ist es frisch, aber mit Pullover und Hoodie sitzen wir auf der Terrasse.


21:25

der fels faltet sich
da kleben häuser
ein milan schwingt
diesigkeit um sieben
die berge tragen nadeln
der abend ist frisch
der wein rot
der käse hat ziegenhörner
schlafenszeit


So. 4.02.24 10:22 Porte de Soller sonnig

10:22

Am Spülsaum liegt ein mittelgrosser, schwarzweisser Hütehund und starrt auf einen Tennisball, der in der Düning schwappt. Als der Hund mich sieht, kommt er mir entgegen, schaut mich an und geht vor mir her zum Wasser. Überredet. Ich werfe den Ball. Er rennt und bringt ihn mir wieder. Ich ziehe mir die Badehose an, aber er lässt keine Ruhe. Das Wasser ist frisch, aber es geht. Ich schwimme ein paar Züge. Der Hund wartet.

13:30

Auf einem kleinen Plateau beim Leuchtturm des Reservats Muleta probt eine Gruppe von Frauen in schwarzen Röcken und roten T-Shirts eine Choreographie. Sie lachen und verstolpern sich, jemand filmt, die asiatische Trainerin zählt una, dossi, tressi, quatro. Daneben steht ein Haus, eine Unterkunft wohl, ein Hotel vielleicht, dort bekommen wir einen Kaffee, aber nichts zu essen. Wir gehen los. Wir öffnen Holztüren und schließen sie wegen der freilaufenden Schafe und Esel wieder. Die Wege sind steinig. Es geht auf und ab. Ein uns entgegen kommender Wanderer sagt, bis Soller wären es vier Stunden, er käme von Deia und sei seit fünf Stunden unterwegs.

16:00

Das mit den vier Stunden war eine Falschmeldung, eineinhalb wären es gewesen vom Muleta Leuchtturm, aber der Weg ist beschwerlich, man muss jeden Schritt setzen. So haben wir an einem halbschattigen Platz gegenüber einer Strandwolfsmilch gegessen, auf Porte de Soller hinunter geblickt, unsere Vorräte gegessen und sind umgekehrt. Auf dem Wanderweg war reger Verkehr. Auch Eltern mit Kindern.

Almoal: Kissen. Sie braucht immer und überall ein Kissen.
Das andere wichtige Wort: Teriscerra: Aschenbecher.


das herz
schlägt für dich und mich
und die insel
urlaub ist sinnlos
ich muss doch dahin zurück
wo es jetzt 5 grad sind
und nicht 15 wie hier
urlaub ist herrlich
und anstrengend

16:50

Wir chillen im Fet a Soller. Auf der Promenade ein junges Paar. Er trägt das Baby vor der Brust. Zwei Frauen und ein Mann umringen sie. Die Frauen nehmen ständig Kontakt mit dem Baby auf. Machen Gesichter, Geräusche, stupsen es an und streichen ihm über den Kopf. Der Mann beobachtet nur. Eine Frau in goldener Hose mit einem jappenden Mops kommen vorbei. .


18:37

nacht schleicht übern berg
die see wird grau
eine schläft
ein andr'er wird schlau


22:05

Morgen mit der Tram nach Soller. Ich hatte mit einem Strandtag geliebäugelt, sie wäre auch allein nach Soller gefahren, aber dann dachte ich, mit ihr in Soller wäre doch schöner. Mit ihr zu Reisen macht Freude, ist aber auch anstrengend.


Mo 5.02.24 9:43 Porte de Soller sonnig

Den ersten Kaffee auf der von Baugainvilla überdachten Terrasse. Die alte Frau in Steppjacke und grauer Wollmütze kommt vorbei. Menschen mit Hunden. Er gibt viele Menschen mit Hunden. Ich fühl mich gut. Wie sagt Spikee in Nottinghill: gute Entscheidung? - Gute Entscheidung. Die steilen Hänge im Osten halten die Sonne bis neun, halb zehn zurück, eh sie darüber steigt, während sie die Hänge im Südwesten schon bestrahlt. Unsere Terrasse kriegt sie erst nach Mittag. Den ersten Kaffee draußen zu trinken ist sensationell für einen aus dem Winter Angereisten. Wir werden nachher mit der historischen Tram nach Soller fahren.

Unser Hostel ist, ich kann es nicht anders sagen, charmarnt. Gute, allerbeste Grundstimmung. Eher junges, nicht so zahlungskräftiges Publikum. Ein Kletterer, Professor aus Freiburg, Elektrotechnik Erneuerbare Energien. Zwei junge Frauen aus Berlin, ein britisches Ehepaar. Ein holländischer Radfahrer.

10:18

jetzt
bin ich angekommen
hier: sage ich
frühling
hier: bin ich
schwimme im Meer
glasklar kaum 15 grad
hier: bin ich bin ich
berge
muss trittfest sein
pinien oliven sumach
wolfsmilch
eine braunkappe
esel
hunde
HIER

12:15 Soller

Mit der Tram hergefahren. Zu Soller wird es flacher, Gärten. Die Tram rumpelt durch Orangenplantagen, Zitronen, Werkstätten, Stadt und jetzt erst einmal Kaffee. Ab morgen fahren wieder Züge nach Palma.

16:40

Wir sind der Nase nach durch die Gassen gezogen, sie fotografierte Türen und Plaster, wir waren auf dem Friedhof, das sind interessante Orte. Die Zypressen behaupten sich gegen das Gebirgspanorama, an den Grabsteinen sind Fotos der Verstorbenen, ein jüdische Grabstelle gibt es, Gunzmann, und dann, eine Treppe hoch, das Mausoleum eines Vincen Cassanovas. In der Stadt gibt es eine Villa gleichen Namens, ich konnte aber nicht rauskriegen, wer dieser Casanovas war. Kleiner Hund an einer Weggabelung, der mit eingezogenem Schwanz verharrte. Als
ich meine Kamera klar machte, um ihn zu fotografieren, rannte er die Gasse hoch, blieb fünfzig Meter weiter stehen und begann zu bellen.

Fragen nach wohin, wo fährt der Bus, danke, bitte, auf Wiedersehen funktionieren, ich staune, zwei Karten für den Bus, bitte, zahlen, ich radebreche, ich werde verstanden und habe Freude. Kaum zurück in Porte de Soller war ich Schwimmen. Die erste Kälte muss man überwinden, denn wird einem warm, der Körper mobilisiert, es war wundervoll. Alles könnte ein Traum sein.

Der Kellner im Fet a Soller stieht aus wie Selinsky und weiß das auch. In Soller stand ein Mann, der an einer Baustelle den Verkehr regelte. Ich fragte ihn nach dem Bus, er sprach aber kein Spanisch. Er kam aus der Ukraine.

morgen sehen wir nicht
gehen wir nicht
morgen liegen wir
morgen ist morgen

Di 6.02.24 Porte de Soller sonnig

Am Morgen ist es frisch. Zwischen 7 und 10 Grad. Zu Mittag wird es 15-17. Wenn die Sonne sinkt, wird es schnell wieder kühl. Der Strand ist auf morgen verschoben. Heute fahren wir nach Pollenca. Man kann gar nicht so viel sehen, wie man täglich sieht.

9:21

Ein Klavier, ich will ein Klavier.

10:09

Else, unser Rotkehlchen, ist auch hier.

10:26

das weltweh
hat mich angeweht
nach tagen voller wunder
wenn es im dunst
über den tramanturagipfeln steht
spreche ich ein gebet
und laufe runder

11:20

Wir machen uns auf den Weg nach Pollenca, fahren durch Soller und halten uns nördlich. Die Straßen sind nach Kategorien durchnummeriert, unsere Straße ist vierstellig, das heißt, sie ist schmal. Während wir bergan fahren, bleibt die Stadt unter uns. Wir haben einen weiten Blick über das fruchtbare Tal und das zum Osten himmelhohe Gebirge. Die Spitzkehren fordern meine unumschränkte Aufmerksamkeit. Oh schön! sagt sie, während ich auf die Straße achte. Am Stausee Gorge Blau machen wir eine Pause. Der See ist spärlich gefüllt. Braune Ziegen kreuzen. Westlich von uns der höchste Berg Mallorcas, der Puig Major, 1436 Meter. Wir durchqueren einen Tunnel. Dahinter öffnete sich das Land. Weitere Flächen. Rotbraune Erde. Wiesen. Es ist mild. Rennradfahrer. Mühsamen Steigen. Das Tramantura Gebirge wirkt abweisend, unwirtlich, es faltet sich, wirft sich aus, bricht ab, es ist überwiegend grau auf den Gipfeln, unterhalb wachsen Pinien.

12:30

Wir kreuzen durch allerschmalste Straßen durch Pollenca zum Kalvarien Berg. Mallorquinische Dörfer sind nicht für Autos gebaut. Man braucht Fingerspitzengefühl, um in Kurven nicht zu touchieren. Am Ende der Treppen zum Berg sitzt ein aufgeputzter Gitarrist, schwarz gekleidet, breiter schwarzer Schlapphut, weißer Schal, aber ein begnadeter Gitarrist ist er nicht. Zudem ist seine Gitarre verstimmt. Die Templer haben hier christianisiert und wie immer ganze Arbeit geleistet. Gekreuzigt, in Kerker geworfen, bei lebendigem Leibe verbrannt. Es gibt das oben ein kleines Café mit schlechtem Kaffee, ein schöner Platz, man kann weit schauen.





15:00

Auf dem großen Platz in Pollenca. Wir essen eine Kleinigkeit auf der Terrasse vor einem sehr eleganten Restaurant. Innen an allen Wänden Kunst verschiedenster Stile, da hat jemand über Jahrzehnte gesammelt.

17:20

Das Kurvenfahren ermüdet. Und während ich konzentriert bin, sagt sie in zwei aufeinander folgenden Atemzügen, ich führe aber nicht entspannt, ich schalte ja ständig, um dann hinzuzufügen, auf dem Hinweg nach Pollenca sei ich nur im Zweiten gefahren. Nichts von beidem stimmt, es ist ein ständiges Schalten, Kurven, auf diesen Straßen bräuchte es ein Auto mit maximal zwei Gängen, vorwärts und rückwärts, aber was soll's, man schluckt und hat seinen Frieden. Sie geht jetzt einkaufen, ich bleibe auf der Terrasse und rauche mir einen. Entspanntes Kiffen mit Musik, denn ich habe eine kleine Boombox dabei.

20:45

Der erste Abend dieser Reise, an dem wir vor der Bar Fet a Soller gesessen haben. Kleiner Laden, Selinksy arbeitet dort als Kellner, zudem eine junge, sehr freundliche Afro-Spanierin. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, es war leicht bewölkt und sonnig heute, mild, bei offenem Himmel wird es nach Sonnenuntergang schnell frisch. Auf dem Heimweg Take-Five gesungen. Lange darüber nachgedacht, wie Al Jarreau heißt.

21:08

Tango gehört, aber den mochte sie nicht. Jetzt Wish you were hee. Das kennt sie nicht.

die augen sind satt
der fall ist schön
trinken macht es nicht schöner.

Auf der Heimfahrt von Pollenca durch die Tramantura changierte der gefaltete, sich aufbäumende, hier gespaltene und dort als Wand aufragende Fels häufig rötlich, mit der Dämmerung wird er zunehmend grau und abweisend, bei den Stauseen sind die Gipfel umwölkt. Paar Ziegen, paar Schafe. Schwere Arbeit überall in diesem Gelände.

Vor drei Tagen erhielt ich von Homerti, der Agentur, bei der ich Porto Christo gebucht hatte, eine Aufforderung, eine Kaution zu zahlen. Ich ignorierte das, weil ich dachte, das kann ich auch noch, wenn ich vor Ort bin. Am Folgetag kam eine Mahnung, ich hätte sofort zu zahlen, andererseits verfalle meine Revervierung erstattungslos. Ich überwies angepisst. Ich bin im Urlaub, dachte ich, ich hatte doch alles organisiert. Die wissen ja nicht, dass wir schon auf der Insel sind, sagte sie. Stimmt.


21:53

hermann wollte keine fliege sein
hermann wäre gern ein adler
hermann äße täglich mäuseklein
und tränk abends gern ein radler


Mi 7.02.24 10:00 sonnig

Der Nachbarhund bellt. Die Sonne scheint, 13 Grad, die Irritation um Homerti hat sich gelegt. Heute fahren wir nach Valledemosa, den Nachmittag verbringen wir am Strand, morgen ist Markt und Strandtag, am Freitag fahren wir für die zweite Woche nach Porto Christo. Gestern waren wir bis neun am Strand. Die Insel überwältigt mich. Es gibt so viel zu sehen, wir werden uns beschränken müssen.

12.20

Valledemossa ist ein verschachteltes Bergstädtchen, das wir uns nicht sattsehen können. George Sand und Chopin haben hier für ein paar Wochen in der Kartause gelebt, Chopin, schwer krank, liess dennoch seinen Flügel herbringen, was fast soviel kostete, wie der Flügel wert war. Heute steht er noch dort, es gibt ein Museum, aber das ließen wir aus. Die Beobachtungen von George Sand, einer Intellektuellen aus Paris, schienen M. herablassend, mir nicht, ich fand die Schilderungen der Eigenheiten der mallorcinischen Bevölkerung interessant. Ein Inselvolk, reserviert allen, die von außen kommen. Kein Wunder, dass sie eine Frau in Männerkleidung, die mit zwei wilden Kindern und einem Komponisten reist, mit dem sie nicht verheiratet ist, seltsam finden. Wir trinken auf einer Gartenterrasse Cappucino. Tiengo un Teriscera, por favor. Si. Wir schauen durch schmale Gänge hinunter in Gärten mit prallvollen Orangenbäumen. Wir verlassen das Dorf und gehen hinunter zu den Gärten und Wiesen, auf denen der Nickende Sauerklee blüht. Zwei Wasserbecken. Wir haben bisher drei Flussläufe gesehen. Alle lagen trocken. Im Dorf entdecken wir einen Zedrachbaum. Vorm Kloster sehe ich einen jungen Mann mit einem gefalteten, sehr schicken Rock, der bis zur halben Wade fällt. So einen will ich auch. Sie sagt, sie macht ihn mir zum Geburtstag.

16:10

Am Strand. geschwommen, den Professor wiedergesehen. Netter Mann, redet ein bisschen viel. Hi Professor! rief ich vom Wasser. Hi Dichter! antwortete er. Ist heute an einer 200 Meter Wand geklettert.


19:19

Der Tag begann um sieben. Aufstehen, pinkeln, die Vorhänge zur Seite ziehen. Aus dem Fenster lehnen. Eh die Sonne über die Gipfel im Osten steigt, vergehen noch gut anderthalb Stunden. Aus Schornsteinen der kleinen, oft abenteuerlich am Hang klebenden Häuser steigt weissgrauer Rauch. Die Häuser habe eine klare, strenge Linie, einfach, kompakt, manche zweistöckig, sie wirken dem Berg zugehörig, und sind meist aus gelbbraunem Sandstein. Hähne krähen. Ich lege mich wieder hin. Um kurz nach acht hole ich uns von unten Kaffee. Gegen neun frühstücken wir. Wir fahren nach Valldemosa, identifizieren den auf den Wiesen gelb blühenden nickenden Sauerklee und einen Zedrachbaum. Zurück in Porte Soller schwimme ich. Wir trinken Bier in der Abendsonne. Der Kellner hat frappierende Ähnlihkeit mit Selinsky und weiss das auch. Für morgen haben wir ein Selfie verabredet. Langsam sind wir angekommen. Gestern haben die Nachbarn gegrillt. Zwei kleine Mädchen sprangen herum. Sie trugen bunte Hüte, wie man sie im Kindergarten oder in der Grundschule bastelt. Die Frau des Hauses trägt einen schwarzen Pferdeschwanz. Der Grill qualmt gewaltig. Über den Gipfeln liegt Dunst. In den kleinen, am Hang oft abenteuerlich klebenden Häusern sind Öfen entzündet, Holz, graue Rauchfahnen steigen. Zwei Häuser neben unserem Hotel steht ein Pampelmusenbaum. Mit langem Arm und noch längeren Fingern habe ich vorgestern durch das schmiedeeiserne Geländer eine auf dem Boden liegen Papmpelmuse geangelt. Tief oranges Fleisch, sehr sehr saftig. Jetzt gehe ich erst einmal wieder ins Bett. Valledemossa ist kaum 30 Kilometer entfernt, aber auf den kleinen Straßen braucht es eine gute Stunde. Auf der Hinfahrt erneuerten sie an eine Stelle den Asphalt. Schwere Maschinen und eine Walze. Die müssen erst mal da hochkriechen. Und wenn sie wendet, muss der Fahrer wissen, was er tut. Nachmittags lagen die Arbeiten im Schatten ihrer Maschinen. Wir gingen zum Strand. Ich schwamm. Wir klingen aus.


Do 8.02.24 Port de Soller sonnig

10:00

Beim Tragen von zwei Tassen Kaffee auf die Terrasse rutschte mir im Frühstücksraum die Tasche von der Schulter, alles geriet in Bewegung, eine Tasse fiel zu Boden. Scheiße! rief ich. Fuck! legte ich nach, entschuldigte mich und registrierte wohlwollende Schadensfreude. Weißt du noch, werden sie eines Tages sagen, beim Frühstück im Sol de Soller, der alte Mann mit den Kaffeetassen, und dann kichern sie nochmal. Ich bin ein alter Mann, kein Zweifel. But it's not dark yet.

10:55

Heute ist Markt. Ab morgen können wir kochen. Also kaufen wir ein. Die Woche kommt mir wie eine Ewigkeit vor.

11:00

da ist nichts
ich habe es trotzdem gesagt
das ist hoffnung die hofft
dass doch etwas da ist.

12:15

Es ist Wind aufgekommen. Wir sitzen windabgewandt vor der Bar Canto an einer kleiner Rotonda. Reges soziales Leben, der Postbote schaut auf einen Kaffee rein, wir schreiben Postkarten und ich bin ein bisschen wehmütig. Die Migranten wirken eingebundener als bei uns. Da die meisten aus dem Nahen Osten oder Afrika kommen, fühlen sie sich schon des Wetters wegen heimischer. Sah mehrfach Frauen mit bodenlangem Kleid und Kopfverhüllung an Straßenecken mit Mallorquinerinnen plauschen. Auf Baustellen arbeiten häufig Afrikaner. Einen fragte ich nach dem Weg. Er verstand mein Spanisch und ich seines. Lassen den Tag wegsacken und schauen, wie die anderen das machen, die auch nichts zu tun haben und mit sich, ihren Frauen und ihrem Leben konfrontiert sind. Weglaufen können sie nicht, sie sind ja schon weg und müssen wieder dahin zurück, wo sie bis an ihr Lebensende bleiben. Urlaub ist also nicht unkompliziert, tatsächlich ist es bis auf Weihnachten die heikelste Zeit des Jahres, aber es ist besser als zuhause, da die Sonne scheint.

17:20

Ich sitze unter Hibiskus vorm Sol de Soller und höre Hayiti, die ich sehr mag. Ich genieße diese Viertelstunde für mich. Es ist gut gewesen hier. Wir haben nicht auf den Pfennig geachtet und aus Geld einen Ort, ein Hotel, Ess- und Trinkbares gemacht. Wir schlafen Rücken an Rücken, das geht, weil wir eine durchgehende Decke haben, zuhause hat jeder eine eigene, da gibt's häufig störende Luftlöcher. Wie alle hier kleben wir an unseren Smartphones. Senden und empfangen. Die Amseln singen. Polizei ist präsent, sie fahren Autos und Roller, kurz darauf cruist die Guardia Civil vorbei. Stadtreinigung ist täglich unterwegs. Öffentlicher Transport funktioniert bestens.

21:15

Nachtleben gibt es hier noch nicht. Wir haben allerdings eine Stammbar, das Fet a Soller. Seeblick. Bucht. Berge. Tranquillo. Wir können kiffen. Unsere Lieblingsbank wird frei, und als wir da sitzen, kommt eine Frau vorbei und macht brrrrrrrr, kalt. Ich mache auch brrrrrrr. Wir kommen ins Gespräch. Ob sie wohl wisse, wie sich brrrrrr im Februar in Westfalen anfühle. Ja. Das weiß sie, sie kommt aus Deutschland, lebt aber jetzt hier. Katja. Katja erzählt uns ihr Leben. 20 Jahre verheiratet in der Schweiz, das fürchterlichste Land der Welt. Nie mehr. Sie arbeitet für Check24, aber als auf Mallorca lebende Deutsche verdient sie nur einen Bruchteil dessen, was die in Deutschland arbeitenden Kollegen verdienen. Sie ist einsam. Sie ist überdreht. Sie muss reden, damit sie das Gefühl hat, zu existieren. Sie hat zwei junge Freundinnen im Schlepptau, kichernd und stoned die eine, zurückhaltend die andere, höchst glücklich die erste, zwei "coole" alte Menschen zu treffen, die ihr bestätigen, dass es keinen Sinn gibt.

22:00

Ich finde, sie sollte packen. Sie findet das nicht. Also werde ich morgen früh ertragen müssen, dass sie irgendetwas sucht. Selinsky Foto ist geglückt. Martina glaubt, es ginge viral.




22:12

In den Hotels, Bars und Restaurants im Südwesten der Bucht wird gestrichen, gehämmert und gesägt. In drei, vier Wochen geht es hier richtig los. Die Amseln singen. Rauchfahnen steigen aus Schornsteinen. Martina hat eine Pampelmuse geklaut. oh ho so so ha ha ah ah.... Hotel Sol de Soller. Zimmer 111. Feiner Ort. Morgen verlassen wir die Nordwestküste und verbringen die zweite Woche in Porto Christo an der Südostküste. Stay tuned.



Fr 9.02.24 Porto Christo 12:20 graue Hinfahrt, bisschen Regen

Halb elf saßen wir im Auto, haben Soller passiert, sind durch den großen Tunnel Richtung Santa Maria de Calun gefahren, lassen die Berge hinter uns. Agrares Mallorca, rotbraun gefurchte Äcker, überall die akkurat aus Kalkstein geschichteten hellbraunen Mauern links und rechts der Straße, kleine Städte mit alles überragenden Kirchtürmen, gern auf Hügeln, kleine und etwas größere Straßen. Sie navigiert gut, entspanntes Fahrer. Zwei, drei größere Orte, mittelständische Industrie, Bahnstationen, Alltagsmallorca. Einmal verfahren wir uns, drehen, ah, da geht es lang. Es ist bewölkt, es hat geregnet, aber eher halbherzig. Man sagt, es könne hier tagelang regnen, die Insel läge dann unter einer einzigen Wolke, aus der Wasser wie aus Kübeln stürzt. Völlig entspanntes Finden unserer Unterkunst in einer ruhigen kleinen Straße. Hier haben wir Nachbarn. Wir haben einen kleinen Innenhof. Kalksandsteinwände, das Profil der Tramantura nachbildend, Reste eines ehemaligen Brunnens, Sonnensegel, Küche, zwei Schlafzimmer, verwinkelt von der Straße zum Innenhof. Zwei Stufen, eine recht hohe, wenn man zum Bad will. Nicht ungefährlich. Gleich kaufen wir ein. Zum Abend wird es aufheitern. Internet funzt. Auto steht vor der Tür. Also, liebe zweite Woche, meine es weiter so gut mit uns.


15:45

Der Himmel ist blau. Die Stimmung im Dorf verschlafen. Halbstündlich fahren Busse nach Palma. Anderes Publikum hier, obwohl alles etwas mehtr im Vorsaison-Modus als in Porte de Soller. Im Sommer Sonne
und Strand, eine feine kleine Bucht, während in Port de Soller die Hiker und Biker dominieren. Die Gastronomie nach erstem Eindruck weniger vielfältig und meist noch geschlossen. Das berühmte "Roland", ein deutscher Koch, der es auf Sylt zu Ansehen gebracht hat, hat ein Restaurant gleich um die Ecke von uns. Fünfzig Meter weiter ist ein best sortierter Supermarkt mit frischem Fisch und Fleisch. Lammschulter gekauft, Wein, Salat und Olivenöl. Gleich erste Stranderkundung.

17:00

Im Gegensatz zu Port de Soller gibt es hier keine pittoreske Architektur. Auf den Klippen rund um die Biucht stehen Villen, die überall stehen könnten, eine gehört Rafael Nadal. Die Stadt ist jünger als Port de Soller, von der Promenade stadtauswärts bis zum Kreisverkehr am rechtwinkligt geordnete kleine Straßen mit Reihenhäuschen wie unserem, blaue und grüne Außentüren aus Holz oder Metall, dahinter eine Holztür mit großen Fenstern. Alles ist so gebaut, dass es die Sommerhitze abhält. Alles ist um die Ecke. Eine mögliche Kneipe für ein Abendbier könnte das Babylon sein. Da stehen Flipper, Billiardtische, da hängt ein Höfner Bas an einer Säule und auf der Eingangstür steht The Beatles. Wir werden sehen.

das viertel
im rechtecke
blaue und grüne
türen und fensterläden
katzen
unsere nachbarin 80plus
hola sagen
sagen
wo wir herkommen
ich schäle kartoffeln
sie macht tortillas draus
normal gefällt mir
ich bin normal

17:45

kleine wehmut am abend
die letzte woche
noch eine woche
freude über die gelungene fahrt
über land
vorfreude aus palma
ja palma mittwoch mit dem bus hin
übernachten im hotel born
donnerstag zurück
freitag rückflug.

ein mann mitte 70
sagt cool hier
würde gern eine laute band hören
wäre ein mann mitte 70
der normal ist
in einer normalen
mallorcinischen stadt
wo es eine bucht gibt

 

21:43

Gleich ins Bett. Tom Waits noch zuende hören. Es regnet. Kein Nachtgang zur Bucht. Hier ist nix los. Das müssen wir machen. Ab sofort vergehen die Tage wie im Flug, während die erste Woche eine Ewigkeit war. Gelungener Kontrast, dieser Ortswechsel. Sie hat Tortilla gemacht. Sie verwöhnt mich. Ich verwöhne sie. Der kleine Wasserkocher in der Köche hat einen Kurzschluss. Meld es unserem Vermieter. Ob man einen Techniker schicken solle, oder ob wir lieber ungestört blieben. Ja. Nicht stören. Den Wasserkocher wegschmeißen.

23:12

Mein Spanisch: tiengo mäh? Der Fleischer Si. Ich klopfe mir auf die Schulter. Si, si.


Sa 10.02.24 Porto Christo 9:30 sonnig, windig

Vor der Höhle, wir saßen aus einer Bank verließ uns angesichts der Reisbusse die Motivation, in die Tropfsteinhöhle herabzusteigen, wir warfen die Münze, und reihten uns ein. Die Höhle ist eine Höhle. Ich kennen die Atta Höhle. Ich hatte damals höllische Zahnschmerzen. Ganz tief in der Cava del Drach gibt es einen See, ringsum ein Halbrund aufsteigender Bänke, ein Atrium, da saßen wir nun und von weitem kamen drei illuminierte Ruderboote heran. Auf dem ersten ein kleines Ensemble, Geigen, Cello, Klavier und spielte Jacques Offenbach "Hoffmanns Erzählungen". Eine Höhle ist eine Höhle, und wo man hinuntergestiegen ist, muss man auch wieder hinauf. Ich habe schwere Beine. Sie auch. Wann sonst geht man so viel herum, um Orte, Berge, Wälder und Buchten anzuschauen. Wir gingen zurück in die Stadt. Wir tranken ein Bier an der Marina, wo die vertäuten Boote mit dem Wind schunkelten, als suchten sie Kontakt.

14:52

Meer nicht mehr heute.





16:52

Ich legte mich an den Strand, wo ein schlanker hochbeiniger Hund freudig Löcher schaufelte.


So 11.02.24 8:27 Porto Christo sonnig

trinke kaffee
auf dem patio
auto steht am eck im barrio
bin bei sinnen
spatzen tschirpen froh
und wir fahren gleich nach irgendwo

11:20

Klaglos über Land, das heute offener wirkt als am Tag unserer Ausreise. Blauer Tag. Die Wiesen sind grüner, die Mandelbäume noch nicht so weit, vor macandor sah man den Puig Roig, die schroffen Gipfel der Tramantura, angenehmes Reise, ein Trupp Radfahrer mit Tourenwaren. Kaffee in Pinafort. Hausfassade fotografiert. Die Nordküste zwischen Pinafort und Alcudia sollte man weiträumig umfahren. Tourismusindustrie, die in der ausklingenden Winterpause noch trauriger wirkt. Das Reservat, parallel zur Küste, reicht tief ins Land.

17:06

Der alte Frühling




18:10

Wir hatten einen kleinen Disput an einem Kreisverkehr in Pinafort. Ich fuhr langsam heran, jemand kam von links und ich hätte mich ohne zu bremsen nach ihm einfädeln können, als sie "Hermann pass auf!" schreit, worauf ich auf die Bremse steige, "Dass du immer so einen Alarm machst!" sage ich, schiebe gleich sorry nach, aber sie ist geknickt. Zuhause kann das bis zu drei Tagen dauern, hier war es nach einer Stunde fast vorbei. Entspannter Spaziergang durch das Vogelreservat. Weite Blicke über das Reservat zum Osten, der auch hoch aufragtm davor Riet, Tümpel, weite Flächen, zum Westen die Gipfel der Tramantura, aber außer Wasserhühnchen, Kolbenenten, paar Kormoranen, sechs Silberreihern und am Rande eines Tümpeln acht unterarmlange Fische, flachköpfig eher, die mit großen, weit aufgerissenen Mäulern nach etwas schnappen. Luft wird es nicht gewesen sein, oder vielleicht doch, Extraluft, weil der Sauerstoffgehalt im Tümpel zu niedrig ist. Auf dem Rückweg dem das Reservat durchziehenden Fluss zur Mündung an den Strand gefolgt, gehofft, dass eine Kaffeebude auf hat. Fehlanzeige. Unterwegs ein älteres Paar aus Süddeutschland, das uns fragt, ob wir wüssten, wo ihr Hotel ist.


18:41

Kurz nach fünf runter zum Hafen. Das Dorf ist ein Schachbrett. Die Sonne schnitt von West nach Ost hindurch. Ich mochte das sehr, hätte mich drauflegen wollen und dachte an Manhattan. Das Städtchen wächst mir zunehmend ans Herz. Es ist so normal. Vor Hauseingängen und an mehreren Ecken stanbden verschieden gefüllte 5 Liter Wasserflaschen, worauf ich mir keinen Reim machen kann. Fragte zwei Tage später auf einem Spielplatz sitzende Mütter, die mir erklärten, dass man so Hundere daran hindere, ihr Geschäft an der Ecke zu verrichten. Perro no make Pipi. Hunde pinkeln angeblich nicht, wo Wasser ist. Woher wissen sie, dass in den Flaschen Wasser ist? Wie auch immer, sah später eine Ecke ohne Flaschen, die schwarz gepinkelt war. Habe das Hotel Born in Palma gebucht. Freue mich wie ein Schneekönig.

22:55

Bar Babylon - tranquillo




Netter Abend im Babylon, Brandy und Hierbas. Freundliche Leute. Eine Frau bestätigte, was wir vermutet hatten, mit den Migranten sei es entspannt. Eine andere fand meinen Hut super.


Mo 12.02.24 17:50 Porto Christo sonnig

Wir fahren zum Puig Randa, ein Tafelberg mit einem Kloster auf dem Plateau, in dessen Innenhof Steineichen wachsen. Vor dort kann man über die gesamte Insel schauen, manchmal, heißt es, könne man Ibiza sehen. Der Süden der Insel liegt ausgebreitet, die große Stadt, zum Nordwesten die Tramantura und die Ebene bis an die Nordküste. Eine Gruppe Radrennfahrer aus Belgien, die vom Betreuer Powerriegel bekommen. Ich fragte einen Begleiter, ob sie Profis wären. Da dromen ze van, sagte er. 17-18jährige, die täglich 100 - 200 Kilometer fahren. Der massenhaften Mandelblüte sind wir noch nicht begegnet. Die Zahl der Mandelbäume ist in den letzten 20 Jahren beträchtlich geschrumpft, irgendein Käfer hat ihnen zu schaffen gemacht.
Ein paar größere Plantagen haben wir zwischen Porto Colom und Porto Christo gesehen, konnten aber nicht anhalten, weil links und rechs der schmalen Straßen Mauern waren. Ja, es ist eine atemberaubend schöne Insel, aber mein Speicher ist voll. Ich würde jetzt noch gern drei Tage am Strand liegen und dann heimfliegen.

20:00

Hundert Meter stadteinwärts ein Schild. Beer. Ich setz mich und trink eins. Einbahnstraße hügelab, schmale Bürgersteige, glänzend abgetretene Platten. Gegenüber Fotografios. Daneben Sara Canaley Clinica Estetica Avanzade, am Eck ein Minimarket. Mutter mit drei Jungs. Der älteste hat schulterlanges Haar. Zwei ältere auf Escootern mit boombox. Die Sonne sinkt. Drei Frisöre auf hundert Metern. Zwei Juweliere. Wenn alle zuhaben, Frisöre und Juweliere haben offen. Ich freue mich auf zuhause. Ich habe mich mit den Einheimischen gut verstanden. Es waren immer radebrechende Kontakte, ich hatte schon eine ganze Menge, man hat mich immer verstanden und gemeinsam hatten wir Freude. Aber die Einsamkeit springt mich hier noch härter an, als zuhause. Ich freue mich auf morgen, wir werden den Tag auf einem Markt in Arta verbringen, von Mittwoch auf Donnerstag in einem schicken Hotel mitten in der Altstadt Palmas verbringen, am Freitag gemach den Südosten der Insel kreuzen, nach Palma fahren, dass Auto abgeben und auf den Flieger warten.


Di 13.02.24 sonnig

Today is your birthday...
Chris 13.02.53 - 17.06.09

16:35

Die Navigatorin sagen links, rechs, sie sagt "ach, wie schön", während ich in die nächste Spitzkehre fahre, agraisch genutztes Land, Mandeln, gerade erst aufblühend, wir sind im Norden, fahren auf Arta zu. Oliven, Gemüse aus roter Erde, Riesenmöhren, ein Wirsing groß wie ein Medizinball auf dem gepriesenen Markt in Arta, der aber ein Touristennepp ist. Die Stadt aber ist zauberhaft, wir ersteigen das Castello, wir finden das Auto in den schmalen Gassen problemlos wieder und fahren nach Port Capedora. Da ist das Meer, aber die Saison hat dort noch weniger begonnen als hier, wir verfahren uns ein wenig und kreuzenb parallelt zur Küste durch Siedlungen begüterter Menschen, die von ihren Terrassen hinunter aufs Meer schauen, wir werden hungrig, fahren zurück nach Arta, essen, trinken und sind jetzt wieder zuhause.

18:00

Mit George Sand am Strand. Paar Männer gingen bis zum Bauch hrein. Fischer fahren aus, am Standaufgang drei etwa zwölfjährige Jungen und ein Mädchen, das zu ihnen gehört. Während die Jungs von der Mauer in einen Sandhaufen sprangen, stand sie an der Ecke und kämmte ihr Haar. Babyspeck, ein Bikini mit Stringtanga. Sie steht also am Ecke und schaut mich an fester Blick, Auskunft fordernd, werde ich wahrgenommen. Ich nicke freundlich.

18:20

Sie findet ihr Phone nicht. Bei ihrer Tasche kein Wunder, aber dann wird selbst sie, die ständiges Suchen nach allem gewohnt it, unruhig. Ich finde es nicht, jetzt werde ich verrückt, das ist doch ztzum Störche braten, sagt sie. Es bleibt eigentlich nur, dass sie eas im Supermarkt vergessen hat, wo sie gerade herkommt. Sie geht los. Ich rufe ihr Handy an. Der erste Anruf misslang, ich hatte ihre Nummer ohne die Landeskennzahl gespeichert, brauchte einen Augenblick, eh ich das ändern konnte, dann rief ich sie erneut an und die Kassiererin im Supermarkt nahm sofort an. Ich sagte ihr, meine Frau sei unterwegs, um ihr Handy zu holen und bedankte mich.


Mi 14.02.24 Palma 8:50 sonnig

Aufgeregt wie ein Huhn erwachte ich gegen vier, nassgeschwitzt. Habe das ZT-Shirt ausgezogen und mich wieder hingelegt, habe vielleicht geschlummert, bin gegen halb acht unter die Duscxhe, habe vergeblich versucht, mich online einzuchecken, einen Gang durchs Dorf gemacht, los, in den nächsten Bus in die Hauptstadt.

11:30

Palma. Im Innenhof des El Cappucino, ein Restaurant. Wir sitzen beim Brunnen, die Sonne scheint, ein elegant gekleideter Kellner kommt. Die Stadt macht einen großen Eindruck, breite Zubringer, Avenidas, unterirdischer Bus/Metro Bahnhof. Wir gingen stadteinwärts. Wir stoßen aiuf einen Cannabis Shop. Wir gehen rein. Wir sprechen mit dem Verkäufer. Er erklärt uns die Sorten. Ich frage nach mallorquinischen Gras. Das gäbe es nicht, sagt er. Sein Gras käme aus Italien, der Schweiz und aus Tschechien. Wir kaufen 1 Gramm draußen angebautes Gras. Wie es in Deutschland mit der Legalisierung stünde, wollte er wissen. Der Kellner bringt uns Cappucino. Tauben trinken am Brunnen. Tauben sitzen auf dem Ast einer Zeder. Das online-einchecken am Morgen begann mit einer Irritation. Es sei nicht möglich, einen solche Flug kenne man nicht, sagte das System, bis mir klar wurde, dass ich mit meinem Buchungscode und nicht der Flugnummer einchecken musste. Das ist nun erledigt. Wir haben die E-Tickets zum Check-In, das Hinzubuchen von unseren Koffern habe ich noch nicht hingekriegt, zur Not mache ich das über die Hotline, das kostet zehn Euro extra. Wir irren ein wenig herum, bis wir unser Hotel finden. Ein Patrizierhaus, edel, hier wohnen wir.


15:45

Die Kathedrale steht hoch über der Bucht. Links und rechts ist ein Castell, um die Stadt verteidigen zu können. Die Kirche ist eine der größten Europas. Säulen tragen das Schiff. Kreisrunde Fenster an den Stirnseiten. Ein zentraler Altar mit einer Art Krone darüber, daran und darauf allerlei Seltsames, das ich ohne kunsthistorischen Hintergrund nicht beschreiben kann, eine Arbeit von Gaudi wohl, dem man hier alle Freiheit ließ. Rechts des zentralen Altas die auch von Gaudi gestaltete Kapelle mit einem rundumlaufenden Fresko fragiler Bemalung, Rissen, herausragende Figuren. Unter der Decke scheint sich es herabrollen zu wollen wie eine sich lösende Tapete. Surreal? Wir sitzen, wir gehen herum, es bleibt nichts als Staunen über die Macht der Kirche, die sich in diese Kathedrale präsentiert. Als wir sie verlassen, entdeckt sie in der Gasse dahinter einen Friseur und beschließt, sich die Haare schneiden zu lassen. Hoffentlich geht das gut. Ich stehe vorm Salon und komme mit einem Afrikaner, dessen Frau und zwei erwachsenen Töchtern ins Gespräch. Wir sprechen Englisch miteinander, aber untereinander und mit den Töchtern sprechen sie Spanisch. Unser Thema: Frauen. Frauen sind komplizieert. Der Mann und ich sind uns sofort eins. Die Frau sagt lächelnd, Frauen sind simpel, man muss sie nur glücklich machen. Aber wie, denken wir. Ich merke mir den Namen der Gasse, gehe um die Kathedrale und setze mich auf die Stufen davor. Nebel zieht auf. Ich schreibe ein Gedicht.

der hund

wie ein gedicht
auf den stufen der kathedrale klingt
kann ich nicht sagen
ich höre es nicht
vielleicht ist es der nebel
der von see in die stadt schleicht
oder es hält sich auf der insel versteckt
so viel hat es gesehen
dass es ihm die sprache verschlägt
vielleicht
das wäre die plausibelste erklärung
liegt es auf dem bett im hotel born
und starrt fassungslos
auf das deckenfresko
das könnte auch sein
also belasse ich es dabei
gebe ihm seinen frieden
und geniesse meinen
glücklich wäre ich
als hund einer dame


22 Grad. Keine Bewegung. Mein Telefon schellt. Sie ist fertig. Ihre Frisur gefällt ihr. Ich bin gerettet. Wir schlendern. Wir sehen Kunst von Pedro Carbrita Reis, Mar Interior, eine Installation aus am Boden liegenden Neonröhren. Wir gehen von Galerie zu Galerie. Sehen Fotos von Jacob Gils.


Do 15.02.24 Palma
sonnig

wo der verkehr lärmt
die fontänen steigen
die silbergrauen platanen
auf grün warten
die sphynxen wachsam sind
da wo maxima duti wohnt
zara und lous vouton
da sitze ich fest.

Lerne am Abend in einem Restaurant bei den Gaudi-Häusern am Justizpalast Carlos kennen, einen Gitarristen. Sprechen über Musik, über McLaughlin und Paco de Lucia. Er geht an einer Krücke. Hat sich das Bein gebrochen beim Motorradfahren, und dann ist er auch noch gestürzt und hat sich die Rippen angeknackst. Es gäbe seit Corona keine Clubs mehr mit Live-Musik, sagt er.




Pedro Cabrita Reis
Mar Interior
Palma




16:00

Fahren mit dem Bus zurück nach Porto Christo. Essen bei Roland um die Ecke. Kohlrabisüppchen als Gruß von der Küche, Adlerfisch und schwarzer Reis mit Hummersauce und grüner Spargel für mich, Kabeljau mit Zitronenkruste für sie, Artischocken, Kartoffelpü. Zum Nachtisch ein Schokokrokant/Caramelparfait mit Orangen. Feinstes Essen. Nur deutsche Gäste. Irgendwie seltsam. Geldwert.

Freitag 15.02.24 sonnig

Abschied. Noch 9 Stunden und 25 Minuten bis take-off. Wir wollen den Südosten noch ein wenig erkunden. Besuchen Cala Figueira, eine kleine, tief eingeschnittene Buch, ein Fjord mit einem Fischerdorf, wo ein Fischer seine Netze richtet. Ses Salines sehen wir aus der Ferne, sitzen an den Klippen bei Calla Pi, picknicken bei hoher Bewölkung und windstille Ruher. Bis Palma ist es nun nicht mehr weit. Wir fahren durch Arenal und wissen jetzt, wovon man spricht, wenn man vom Ballermann redet. Ein schmuddeliger Ort voll billiger Kneipen. Um 15:40 ist das Auto aufgetankt und ohne Beanstandung zurückgegeben. Wir rauchen den letzten Stick. Wir trinken den letzten Wein. Pipi machen. Lesen, Warten, Check-In ab 17:00. Easy. Warten. Es ist schwül.

20:43

Seit 19:25 in der Luft. Ruhiger Flug. Marseille gesehen. Noch eine Weile Lichter tief unten, das Rhone Tal, denke ich, vorbei an Genf, an Maastrichts vorbei ostwärts und dann Landeanflug über Wuppertal. Fliegen die A 319, halb so viele Passagiere wie auf dem Hinflug mit der A321. 21:17 Touchdown. Wir schaffen den Zug, aber der Zug verspätet sich häppchenweise um eine, noch eine und schließlich um dreißig Minuten, damit sich der Unmut in Grenzen hält, aber wir umdisponieren müssen. Wir fahren bis Essen, weil von einem Umstieg in Hamm abgeraten wird, da falle ständig etwas aus, wir wollen in Essen eine Currywurst essen, aber bis auf McDonalds hat niemand mehr auf. Ich esse den ersten Hamburger seit Jahren. Er schmeckt trist. Er ist eine amerikanische Zumutung, dabei können Hamburger sehr lecker sein. Nur die Bedienung ist superfreundlich. Vorm Bahnhof sehe ich eine junge Frau mit abgefahrenem Schuhwerk und frage sie, ob ich sie fotografieren dürfe. Sie weiß nicht recht, was sie davon halten soll. Haben Sie einen Fetisch, fragt ihre Freundin. Ich lache. Nein. Ich darf das Fotos machen.





Zug bis Münster, mit dem Taxi heim. Zwei Uhr. Ende der Aufzeichnungen.


Mo 19.02.24 19:11 19:12 grau, feucht

Erste Worte nach Rückkehr.
Der Sumpf existiert noch.
Die Aa-Wiesen sind geflutet.
Das Klavier kann sprechen.
Ich muss es erst wieder lernen.


Di 20.02.24 21:09 grau

Ich hatte ein Gespräch. Ich ahnte, dass es unangenehm würde. Ich lag richtig, ich bin meinen Job los. Ich kann als Freier arbeiten, ich bekomme dreimal soviel Geld, aber das ist nur ein schwacher Trost, denn mehr als ein, zweimal pro Monat kommt das nicht vor. Ich werde die Tage, an denen ich in den letzten Jahren Führungen gemacht habe, vermissen. Die Taktung der Woche. Die Freude am Erzählen und den sozialen Kontakt. Ich verstehe die wirtschaftlichen und politischen Zwänge hinter dieser Entscheidung, wenngleich ich die Planung für die neue Saison, die Verdopplung des Eintrittspreises, die Verringerung des Angebots und den Fokus auf Führungen in Sprachen des Nahen Ostens, der Ukraine und Südeuropäischen Länder für falsch halte. Ich habe in vier Jahren dort weder einen Ukrainer noch einen Araber getroffen, höchsten mal Niederländer oder Engländer. Wie dem auch sei. Man hat mich nicht gefragt, keiner von uns "Praktikern" ist befragt worden, und ich bedaure, dass ich nur noch als Freier einspringen kann, wenn Not ist. Den Flow, den man hat, wenn man etwas regelmäßig tut, kriegt man nicht hin, wenn man es nur ein, zwei oder dreimal im Monat tut. Wie gesagt, ich verstehe die Hintergründe, fühle mich aber nicht wertgeschätzt, auch, wenn man mir gestern mehrfach versichert hat, wie sehr man meine Arbeit schätze. Unschön für X., der (selbst in banger der Hoffnung auf Erneuerung seines bald auslaufenden Vertrages) als "Vorgesetzter" solche Gespräche führen muss. Furchtbarer Gedanke, jung zu sein und der Willkür der Arbeitgeber ausgeliefert. Ich glaube, am Ende bin ich Kommunist.


18:20

Hubert hat den alten Frühling gezeichnet.





Do 22.02.24 14:28 grau

Fickt euch. Ihr habt mich aus einem Job gekickt, den ich liebe und mit Leidenschaft fünf Jahre gemacht habe. Die Firma sprach von Auflagen höheren Ortes. Diversifikation war das Zauberwort, das erklären sollte, warum neu disponiert, personell umgestellt und ich nicht mehr arbeiten kann. War ich zu schlecht? Immerhin halte ich den Trinkgeldrekord, 142 Euro an einem Tag. Lest mal die Mail, die mich letztes Jahr erreichte. Sehr geehrter Herr Mensing. Sie erinnern sich vielleicht an die Führung einer Gruppe von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren am vergangenen Samstag um 14.30 Uhr. Ich wollte Ihnen gerne übermitteln, wie wunderbar alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ihre Führung fanden und Ihnen auf diesem Wege noch einmal dafür danken. Wie ich vermutete und wie sich später herausstellte, sind Sie ja auch der Autor des historischen Romans "Mein Prinz", den ich sehr schätze und der Gruppe noch besonders "zur Nachbereitung" unseres Ausflugs empfohlen habe. So sieht das aus, Firma, und du hast nichts begriffen. Am Arsch Welt, kannst mich kaputt schlagen.


Sa 24.04.24 10:58 mittelgrau

hör zu
deine frisur hat
mir nie gefallen
dein style schon gar nicht
deine romane haben
mich nicht berührt
und deine arbeit
ist intellelektuelle anbiederung
an den zeitgeist (er/ihm/he/him)
irgendwann
kicken sie dich genauso
wie mich
denn jeder hat eine halbwertzeit
ich habe ein leben hinter mir
du hast deines noch vor dir
ich muss mich nicht schämen
was du musst weiß ich nicht
aber ich weiß
was ich mit dir täte
ich schlüge dir die nase blutig


So 25.04.24 15:14 mittelgrau

ich bin nicht bei trost
das schnürt mir den hals
die üblichen tröster
stehen nicht zu verfügung
oder sind aus der zeit gefallen wie ich
wer also tröstet so einen
wer hat glaubhaften rat
der das meer zähmt
den wind aus den segeln nimmt
und sagt: alles wird gut
noch will ich wüten
nicht und gar nichts ist gut
ich will heimzahlen
aber meine ec-karte ist blockiert
also was also ja also nein

23:17

was will ich denn
ich esse ich trinke ich kiffe
ich schlafe gut ich esse gut ich
trinke gut ich kiffe gut
was ist denn ein leben sonst
ficken ja ficken war früher
jetzt hab ich auf die fresse gekriegt
hab mich ein paar tage geschüttelt
jetzt haben die auf die fresse gekriegt
was will ich denn


Mo 26.02.24 16:26 grau, feucht


Mi 28.02.24 12:39 grau

Die Forsytien beginnen zu blühen. Die Luft ist milder als gestern. Man möchte glauben, dass es Frühling wird. Auf der Insel, auf der wir bis vorletzte Wochen waren, hat es geschneit. Sturm wird erwartet.

20:35

Nach der Aufregung der letzten Woche hat es mir die Sprache verschlagen. Das kommt immer wieder vor, das wird vergehen, dennoch macht es mich unruhig.